Wie lange schlafen Hunde am Tag?

Hund schläft auf einem SofaHund schläft auf einem Sofa

Hunde lieben es zu schlafen und das nicht nur in der Nacht. Ob zusammengerollt auf dem Lieblingskissen oder ausgestreckt in der Sonne. Genügend Schlaf ist für Ihren Vierbeiner essenziell. Wie viel Schlaf genug ist, hängt von Faktoren wie Alter, Rasse und Lebensstil ab. Wir verraten Ihnen wie viel Schlaf Ihr Hund braucht und mit welchen 5 Tipps Sie ihm dabei helfen können besser und tiefer zu schlafen.

Wieviel Schlaf braucht ein Hund?

Wie viel Ihr Hund täglich schlafen sollte, ist sehr individuell und hängt von seinem Alter, Gesundheitszustand und Aktivitätslevel ab. Als grobe Richtwerte gelten:

  • Welpen (zwischen 0 und 6 Monaten) brauchen am meisten Schlaf – etwa 18 bis 22 Stunden am Tag. Ihr Körper wächst rasant und ihr Gehirn lernt ständig Neues. Dafür brauchen sie ganz viel Ruhe.
  • Junghunde (zwischen 6 und 12 Monaten) schlafen und dösen etwa 16 bis 20 Stunden täglich, dann können sie sich optimal entwickeln.
  • Erwachsene Hunde (zwischen 1 und 10 Jahren) verbringen durchschnittlich 12 bis 16 Stunden täglich schlafend und ruhend.
  • Ältere Hunde (ab 10 Jahren) brauchen viel Erholung und sollten 18 bis 22 Stunden pro Tag schlafen.

Neben dem Alter beeinflussen auch Rasse und Temperament das Schlafverhalten. Große Rassen wie Berner Sennenhunde oder Mastiffs sind eher gemütlich und gönnen sich meist längere Ruhephasen als energiegeladene Terrier oder Border Collies.

Auch der Tagesablauf spielt eine wichtige Rolle: Hunde, die viel erleben und körperlich wie geistig gefordert werden, brauchen besonders viel Erholung und Schlaf. Eine Mischung aus artgerechter Auslastung und vielen Ruhephasen ist ideal. Wenn Hunde tagsüber entspannen und sich zurückziehen können, steigert das ihr Wohlbefinden und fördert nebenbei die mentale Gesundheit und Ausgeglichenheit.

Hund schläft in einem HundebettHund schläft in einem Hundebett

Warum schlafen Hunde so viel?

Menschen kommen meist mit 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht aus, entscheidend für die Erholung ist das Durchschlafen. Hunde haben andere Schlafmuster, sie ruhen sich in mehreren kürzeren Intervallen aus, tagsüber und nachts.

Hunde haben zwar auch Tiefschlaf-Phasen, rasten und dösen aber auch sehr viel. Während dem Tiefschlaf sind sie ganz im Ruhe-Modus und reagieren nicht auf Außenreize. Beim Dösen sind sie so halbwach und können sehr schnell auf Geräusche oder Gerüche reagieren. Das kennen Sie bestimmt, wenn der Hund auf das Rascheln von Leckerlis oder das Öffnen der Kühlschranktür reagiert.

In stressigen Phasen kann es vorkommen, dass Ihr Hund weniger Schlaf bekommt als er braucht. Das lässt sich grundsätzlich wieder ausgleichen, wenn sich an dem Zustand aber langfristig nichts ändert, kann es negative Auswirkungen auf die Gesundheit Ihres Hundes haben.

Schläft mein Hund zu viel?

Ein ausgedehntes Nickerchen nach einem aufregenden Tag, einer langen Wanderung oder intensivem Spielen ist normal. Aber wenn Ihr Hund dauerhaft deutlich mehr schläft als sonst, sollten Sie genauer hinsehen.

Anhaltende Müdigkeit und Trägheit können auf gesundheitliche Probleme hindeuten. Besonders wenn Symptome wie Appetitlosigkeit, Husten, Erbrechen oder Verhaltensänderungen hinzukommen. Auch Infekte, wie eine Erkältung, oder Schmerzen durch Verletzungen können dafür sorgen, dass Ihr Vierbeiner mehr Ruhe braucht.

Beobachten Sie Schlafdauer, Aktivitätslevel und Allgemeinzustand Ihres Hundes aufmerksam. Wenn Ihr Hund über mehrere Tage Auffälligkeiten zeigt, oder sich sein Zustand verschlechtert, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam. Dort können Sie mögliche Ursachen frühzeitig abklären.

Wie lange schlafen Hunde nachts?

Die meisten erwachsenen Hunde schlafen nachts durch und bekommen zwischen 8 und 10 Stunden Schlaf. Aber sie haben einen leichteren Schlaf als wir Menschen: Schon kleine Geräusche oder Gerüche können sie wecken. Diese Wachsamkeit verdanken sie dem wilden Erbe von Wölfen.

Dank ihrer feinen Sinne bemerken Hunde auch nachts oft schon früh, wenn Gefahr droht. Sie können bei einem Brand, austretendem Gas oder gesundheitlichen Notfällen ihres Menschen alarmieren und warnen. So haben Hunde schon unzählige Leben gerettet.

Hund läuft auf einer WieseHund läuft auf einer Wiese

5 Tipps für erholsamen Hundeschlaf

Eine ruhige, sichere Schlafumgebung, ein bequemer Liegeplatz und ein geregelter Tagesablauf fördern erholsamen Schlaf. Mit einer gesunden und bekömmlichen Ernährung in Kombination mit geistiger und körperlicher Auslastung schaffen Sie eine gute Grundlage für eine erholsame Nachtruhe (für sich und Ihren Hund).

Das kann ihrem Hund helfen:

  • Fester Schlafplatz an einem ruhigen, sicheren Ort ohne Luftzug
  • Bequeme Liegeflächen, angepasst an Größe und Bedürfnisse des Hundes
  • Ausreichend Bewegung, um Körper und Geist auszulasten
  • Geregelte Tagesabläufe, damit Ihr Hund weiß, wann er zur Ruhe kommen soll
  • Bekömmliches Hundefutter, damit Ihr Hund nicht wegen Bauchschmerzen aufwacht

Können Hunde träumen?

Ja, Hunde können träumen, und zwar fast so wie Menschen. Studien haben gezeigt, dass Hunde im Schlaf ähnliche Gehirnaktivitäten aufweisen wie wir in der Traumphase. Welpen träumen besonders häufig, vermutlich weil sie täglich viele neue Erfahrungen machen.

Die Träume können alltägliche Situationen widerspiegeln: das Jagen eines Balls, das Spielen mit Freunden oder das Erkunden neuer Wege. Wenn Ihr Hund im Schlaf zuckt, leise fiept oder die Beine bewegt, läuft er vielleicht gerade über eine sattgrüne Wiese.

Warum bellt mein Hund im Schlaf?

Ihr Hund liegt friedlich im Körbchen: Plötzlich zuckt die Pfote, die Augen bewegen sich unter den Lidern und ab und an hören Sie sogar leises Knurren, Bellen oder Fiepen.

Ihr Hund träumt. Während der Tiefschlaf-Phase bzw. der REM-Schlafphase (die sich durch Rapid Eye Movement, schnelle Augenbewegungen) ist das Gehirn besonders aktiv beim Verarbeiten der Eindrücke und Erlebnisse des Tages. Wenn Ihr Hund also im Schlaf bellt, könnte er gerade den letzten Spaziergang, eine Begegnung mit einem Artgenossen oder ein wildes Spiel mit dem Lieblingsball nochmal durchleben.

Viele Hunde zucken im Schlaf, zittern leicht oder atmen schneller. Manchmal schmatzen sie auch oder scheinen zu graben und zu laufen. Das ist absolut normal, solange dieser Zustand nur kurz anhält.

Besonders intensive, langanhaltende und krampfartige Bewegungen die minutenlang andauern sollten vorsichtshalber tierärztlich abgeklärt werden, um gesundheitliche Probleme (z.B. Epilepsie) auszuschließen.

Können Hunde mit offenen Augen schlafen?

Ja, Hunde können (scheinbar) mit offenen Augen schlafen und das kommt sogar oft vor. Im Schlaf legt sich die Nickhaut (das Dritte Augenlid) über das Auge. Sie schützt vor Austrocknung, Staub und Schmutz und kann leicht trüb oder weißlich wirken. Weil das äußere Augenlid manchmal nicht ganz geschlossen ist, wirkt es dann so, als würde der Hund mit offenen Augen schlafen.

Gesunder Schlaf für Ihren Hund

Auf die Frage „Wie lange schlafen Hunde?“ gibt es keine pauschale Antwort, aber eines ist sicher: Hunde brauchen deutlich mehr Schlaf als wir Menschen. Ob träumend, bellend oder mit offenen Augen, Schlaf ist für Hunde essenziell. Während der Ruhezeiten regeneriert der Körper, das Immunsystem wird gestärkt und die Erlebnisse des Tages werden im Gehirn verarbeitet.

Wenn Sie Ihrem Hund ausreichend Ruhe gönnen, schenken Sie ihm ein gesundes und glückliches Hundeleben!

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